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Zornvolle Schutzgottheiten auf Thangkas

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Unsere 'zornvollen' Thangkas

Die Bilder der zornigen Schutzgottheiten im tantrischen oder vajrayana-buddhistischen Pantheon können für das ungeübte Auge rätselhaft sein. Wulstige Augen, flammendes Haar, entblößte Reißzähne, aufgespießtes Fleisch, zertretene Menschen, gehäutete Tierhäute, Girlanden aus abgetrennten Köpfen, Skelette und bedrohliche Waffen - alles in einem einzigen Bild - können exzentrisch erscheinen.

Diese dämonischen Gestalten sehen mörderisch und hochmütig aus, und das sind sie auch, denn sie tragen ihre Beute an den unterworfenen Wesen als Schmuck. Die Vajrayana-Tradition oder der tantrische buddhistische Weg in Tibet wird oft als tückisch und unversöhnlich beschrieben, und die zornvollen Bilder sollen dem Praktizierenden als Leitfaden für die Arbeit mit aufkommenden Hindernissen dienen, die oft mit der Fixierung auf das eigene Ego verbunden sind.

Während die Ursprünge dieser Bilder aus Indien stammen und dem Modell des Rakshasa [männlicher] oder Rakshasi [weiblicher] Dämon entstammen, wie es in der indischen Literatur beschrieben wird, haben ihre Darstellungen in den verschiedenen Linien des tantrischen Buddhismus in Tibet bestimmte Rollen übernommen, darunter Schutz, Weisheit, Macht, Reichtum und Reinigung. Sie dienen als Gegengewicht zu den eher wohlwollenden Klassen von Gottheiten, obwohl beide, wenn auch mit unterschiedlichen Methoden, dazu bestimmt sind, den Praktizierenden durch die Widrigkeiten auf dem Weg zur endgültigen Erleuchtung zu führen.

Quelle: Sotheby's - Indian, Himalayan & Southeast Asian Works of Art 20 September 2021