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Das Leben Padmasambhavas

Padmasambhava

Padmasambhava war eine sehr bedeutende historische Persönlichkeit, die entscheidend dazu beigetragen hat, den Buddhismus in Tibet zu festigen. Er wurde in Udyana [Kaschmir] geboren. Sein genaues Geburtsdatum ist unbekannt. Die meisten Historiker ordnen sein Leben ungefähr ins 8. Jahrhundert ein, wahrscheinlich wurde er zwischen 720 und 750 n. Chr. geboren.

Im 8. Jahrhundert n.Chr. entsandte der tibetische König Trisong Detsen [755-797] eine Delegation nach Indien, um den hoch angesehenen Guru Padmasambhava in sein Land einzuladen. Er war ein buddhistischer Meister und spielte eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung des esoterischen Buddhismus. Sein Empfang in Tibet war herzlich und von großer Ehrfurcht geprägt.

Der Hauptgrund für seine Einladung war die Einführung und Festigung des Buddhismus in Tibet. Im 8. Jahrhundert wollte Trisong Detsen den Buddhismus zur wichtigen religiösen und kulturellen Grundlage seines Reiches machen. Dabei gab es jedoch Widerstände, denn die ältere tibetische Bön-Religion war noch sehr stark. Der Bau des ersten großen buddhistischen Klosters Samye soll nach traditioneller Überlieferung durch »dämonische Kräfte« und Konflikte behindert worden sein. Padmasambhava galt als Meister tantrischer Praktiken und sollte diese Hindernisse überwinden.

Zusammen mit dem Gelehrten Shantarakshita half Padmasambhava dabei

Er blieb fünfzig Jahre im Land, gründete Klöster und lehrte die Tantra-Yogacarya-Lehre. Er etablierte des Buddhismus in Tibet, indem er lokale Geister, Dämonen und Gottheiten [die der Bön-Religion angehörten] nicht vernichtete, sondern unterwarf und als »Dharmapalas« durch Eide verpflichtet, den buddhistischen Lehren zu dienen und Praktizierende zu schützen. Sein Namenszusatz »Guru Rinpoche« bedeutet »Kostbarer Lehrer«.

Für viele Tibeter ist er auch heute noch nicht nur ein großer Lehrer, sondern eine erleuchtete Gestalt mit fast mythischem Rang.

Seine beiden spirituellen Partnerinnen Yeshe Tsogyal und Mandarava gelten als große Lehrerinnen. Yeshe Tsogyal wurde in Tibet geboren. Der Überlieferung nach war sie zunächst mit König Trisong Detsen verbunden. Mandarava stammte aus Zahor, Indien. Sie symbolisieren weibliche Weisheit und verkörpern tantrische Praxis. Insbesondere die Frauen Tibets verehren sie bis heute weil sie betonten, dass Erleuchtung für alle Geschlechter erreichbar ist.


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