Hevajra [tib.: kye rdo rje - ཀྱེ་རྡོ་རྗེ] gehört zur Kategorie der »Yidams« im tibetischen Buddhismus. Ein »Yidam« ist eine meditierende Gottheit oder ein göttliches Wesen, das von Praktizierenden in tantrischen Traditionen verehrt wird. Sie sind oft als Inkarnationen von Weisheit und erleuchteter Energie angesehen und dienen als Mittel zur Transformation des eigenen Geistes.
Auf diesem Tsa Tsa ist er mit vier Köpfen und sechzehn Armen gemeinsam mit seiner Weisheitspartnerin [»Prajna«] mit dem Namen »Nairatmya« dargestellt. Sie verkörpert die Weisheit vom »Nicht-Selbst« und tritt in tantrischen Darstellungen oft als Begleiterin oder Gefährtin Hevajras in Erscheinung.
In seiner 16-armigen Form hält die Hevajra in jeder Hand eine Schädelschale [»Kapala«], die spezifische symbolische Wesen oder Gottheiten enthält. Diese Attribute repräsentieren die Überwindung von Hindernissen und die Transformation von weltlichen Aspekten in erleuchtete Qualitäten. Jede Schale steht symbolisch für eine der negativen Leidenschaften oder Zustände, die durch Hevajra überwunden werden.
Hevajra ist eine zentrale Figur im tantrischen Buddhismus, insbesondere im tibetischen. Er wird als eine mächtige und komplexe Gottheit der Vajrayana-Tradition verehrt, die eine tief symbolische Bedeutung hat. Der Name »Hevajra« setzt sich aus zwei Teilen zusammen: »He« und »Vajra«. »He« ist eine Sanskrit-Silbe, die oft als Ausdruck von »Herrlichkeit« oder »Yidama« gedeutet wird, während »Vajra« für »Diamant« oder »Donnerkeil« steht, was symbolisch für Stärke, Unzerstörbarkeit und spirituelle Kraft steht.
Das Ziel der Praxis in den tantrischen Ritualen und Meditationen ist es, sich mit dieser Gottheit zu verbinden, um spirituelle Erleuchtung zu erlangen und das Verständnis für die Natur der Realität zu vertiefen. Die tantrische Praxis, die mit Hevajra verbunden ist, umfasst oft komplexe Visualisierungen, Mantras und Rituale, die dazu dienen, den Praktizierenden zu reinigen und ihn auf den Weg zur Erleuchtung zu führen.
Hevajra repräsentiert also nicht nur eine spirituelle Kraft, sondern auch die Idee der Transformation von negativen Emotionen und Destruktivität zu einem Zustand der Weisheit und des Mitgefühls.
Auf seinem linken Arm ruht oben ein kleiner Stupa. Im unteren Bereich sind Reste einer tibetischen Inschrift zu erkennen. Hevajra tritt auf Dämonen [»vier Maras«], was symbolisiert, dass er Leiden, Unwissenheit und Hindernisse überwindet, um Erleuchtung zu erlangen. Das untere Ende des Tsa Tsa bildet ein einstufiger Lotos Thron.
Erhaltung: Das Tsa Tsa ist ungewöhnlich gut erhalten. Die ovale Hevajra Abbildung ist ohne fehlende Teile komplett erhalten. Lediglich die bereits oben erwähnten tibetischen Inschriften waren vermutlich ursprünglich sehr fein und sind durch Abrieb heute nicht mehr lesbar.
| Details zu den sechzehn Kapalas in seinen Händen |
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Maße: | 8.5 x 7.5 x 0 cm |
| Preis: | auf Anfrage |
| Versand: | Paketversand aus Deutschland |
| Material: | Gebrannter Ton |
| Alter: | 16. - 17. Jh. |
| Hohe Auflösung: | Anzeige [0.5 MB, 1836 x 2031 px.] |