- Die Rückseite
Die Rückseite ist nicht einfach glatt und auch nicht lediglich durch den Abdruck der Form strukturiert. Vielmehr zeigt sie deutlich die Struktur eines groben Gewebes. Offenbar wurde die Rückseite unmittelbar nach dem Pressen auf diese Weise stabilisiert bzw. verstärkt.
- Die Seitenansichten
Die Stärke von 1,9 cm ist für ein 9,5 cm hohes Stück beträchtlich. Die Seitenansichten machen deutlich, dass das Relief ungewöhnlich kräftig aus der Form hervortritt.
- Die Aureolen
Besonders charakteristisch ist die doppelte Perlen- bzw. Kugelstruktur, die die einzelnen Figuren umgibt, zusammen mit der großen äußeren Aureole. Die Gestaltung dieser Aureolen ist ein wichtiges Indiz für eine mögliche Datierung in das 15.–16. Jahrhundert.
- Die Figuren
Die Figuren wirken auf den ersten Blick zwar vergleichsweise »archaisch«. Dies allein ist jedoch kein ausreichender Grund für eine sehr frühe Datierung. Auch die Gesamtkomposition wirkt formal bereits relativ entwickelt und sorgfältig organisiert.
- Zusammenfassung
Aufgrund der Gestaltung, der charakteristischen Aureolen und der auffälligen Herstellungsmerkmale erscheint eine Entstehung in Tibet im 15.–16. Jahrhundert plausibel.