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Altes tibetisches Kloster Dokument

Übersetzung

Vorbemerkungen

Es gibt heute nur noch wenige Experten, die in der Lage sind, die »Tsugtung« Schrift zu lesen und zu übersetzen. Der Text wurde von drei nepalesischen Mönchen eines Klosters in der Nähe von Bodnath in Kathmandu übersetzt. Bei ihrer Arbeit wurden sie mit dem Problem konfrontiert, dass Wortwahl und Grammatik einem heute nicht mehr gebräuchlichen Stil entsprechen.

Die Übersetzung beschränkte sich deshalb häufig auf eine »Wort für Wort« Übertragung. Dadurch gingen vermutlich häufig die ursprünglichen Zusammenhänge der Sätze verloren. Die Übersetzung ist so für uns heute häufig schwer verständlich. Folgende Erklärungen sind aber dennoch unter den o.g. Einschränkungen möglich:

Im Text enthält häufig die Begriffe »Schätze« und »Schatzfinder« [= »Tertön«]. Dabei handelt es sich nicht um Schätze im materiellen Sinne, sondern vielmehr um Texte der buddhistischen Lehre, die versteckt wurden, um erst in der Zukunft gefunden werden sollten, um den Wesen zu nützen. Dabei ist u.a. ein verborgenes Tal in einer Provinz namens »Khenpalung« die Rede. Diese Provinz liegt in Bhutan.

Übersetzung

1
Heute sollte der leidende Mensch, egal an welchem Ort, zu welcher Zeit, in welcher Situation, jemand, der diese und zukünftige Zuflucht an einem geheimen Ort in Sadbhumi genommen hat, erkennen:

2
Der großer Pilger [mahatirtha] des Königs des geheimen Staates der Khenpalung hier innerhalb und außerhalb des geheimen Tales, einschließlich des großen Tals und des kleinen Tals, wurden sie zuerst von Lord Shakyamuni als Ergebnis der Gebete der bösen Mara in der Zukunft

3
der regierenden und der herrschenden großen Männer [purusha] ein Versteck mit einer Gruppe von frommen Schülern

4
eingerichtet. Im Mittelalter, an den zweiten Buddha, Pema Galyapo von der Dharmaraja edlen Männer tibetischen Volkes kann von Krankheiten, Hungersnöten leiden, und die Angst vor Waffen, vor allem die fünf Arten von bösen Eindringlingen, die die Buddha-Herrschaft und die herrschenden Jünger

5
zum Zeitpunkt der Niederlage aller, Buddha Dharma und die fühlenden Wesen die Anfrage zu erklären, die Maßnahmen der Prophezeiung bietet immense Vorteile und Gewinne. Regel und allgemeine Essenz, spezielle Lehren [agama]

6
und die rituelle Methode, besonders die geheimen Orte groß und klein, um vor bösen Eindringlingen zu schützen, viele Schätze zu verstecken, die an einem Ort bleiben, um vor fremden Armeen zu schützen

7
die lokalen Dharmapalas zu befehlen, die heiligen Männer zu retten und durch das Aufhalten der fremden Armee in der Zukunft und die rebellische böse Gruppe zu besiegen

8
verdienstvoller Schatzfinder, der den Schatz selbst enthüllt und sich selbst für das Öffnen der Tür des Schatzes gelobt hat. Mit den Schätzen und den Schlüsseln der Provinz namens Khen, zu Vidyadhar Pema Lingpa in einer Art und Weise, die Informationsführung zeigte, wurde es ihm erlaubt, die Tore des Ortes zu öffnen und das Land einzunehmen.

9
Viele Jahre später ordnete der fünfte Dalai Lama, der Allwissende und das Juwel von Mensch und Gott, an, dass der Ort der Wohnsitz von Mahavidyadhar Pema Lingpa und das Reich der Jünger sein sollte. Die Erlaubnis gebend, sollten die Schüler des Nirmanakaya [Tulku] diese Angelegenheit heiligen Ortes vom Gipfel des Berges

10
innerhalb des Gebietes der Grenze unterhalb von Mon, der Basis der religiösen Erziehung, dem Symbol von Triratna, und der herrschenden edlen Person, die fähig ist, alles zu tun, was gesagt wird, derjenige sein, der die äußerste Hingabe

11
hat, wenn es ein reines Gefühl des Dienens der Religion und des Wesens gibt. Besitzer von selbstverwirklichten Individuen und Gruppe selbst, wenn es kein definitives Zögern gibt, in einer Weise, die die Informationen auf der Seite des Ortes zeigt

12
sammeln, was auch immer kleine Verdienstwurzel und Enthaltung von lasterhaften Sünden sogar winzig, in der Lage, Versprechen zu machen, tun es auswendig nach den Regeln des Dharma, um Schutz in diesem Ort und die Zukunft der Einheimischen zu nehmen, sollte nicht sagen, Landpreis und Steuern

13
die Einrichtung des Bhumi Vihar [Gonpa] Symbol, das nicht auf diese und die treue Thema der Zukunft verschwendet werden soll, und die guten Schüler, die die Religion praktizieren, um in die Stufenreligion einzutreten, usw.

14
die Idee, die Wichtigkeit der Selbstsucht zu akzeptieren, auch wenn man an diesem Ort leben darf, der Ort dazwischen

15
der Ort des Aufbaus und des Dienstes des jeweiligen Guru Sangh, einschließlich der Religionsgruppe, die Anordnung der Dienste des Hofes und die detaillierten Verehrungsmaterialien

16
sowie die Gefahr, von den Dharmapalas schwer bestraft zu werden

17
Am glücksverheißenden Tag des achten Monats des Wasser Schlangen Jahres aus dem unterirdischen Bau von Jannu Bayul [geheimer Ort]


Um den wie bereits erwähnt in dieser Form ziemlich unklaren Text verständlicher zu machen folgt eine Neufassung, die den Inhalt lesbarer gestaltet. Es handelt sich um einen Versuch der nicht den Anspruch auf Korrektheit besitzt:

Unabhängig vom Ort, der Zeit, der Situation und der leidenden Person sollte jemand, der diese und zukünftige Zuflucht an einem geheimen Ort in Sadbhumi genommen hat, wissen:

Zusammen mit einer Gruppe von frommen Schülern richtete der König des geheimen Staates der Khenpalung innerhalb und außerhalb des geheimen Tales, einschließlich des großen und des kleinen Tals ein Versteck für die in der Zukunft herrschenden Männer ein. Buddha Shakyamuni hatte dies als Reaktion auf die Gebete des bösen Mara angeordnet,

Für die Zeit des zweiten Buddha Pema Galyapo prophezeite Buddha für das tibetische Volk Krankheiten, Hungersnöte und die Angst vor gewaltsamen Eindringlingen. Die buddhistische Lehre würde dadurch eine schwere Niederlage erleiden und alle fühlenden Wesen würden darunter leiden.

Um sich davor zu schützen, sollten buddhistische Schriften an geheimen Orten versteckt werden. Die Befolgung dieser Texte könnten Tibet später vor fremden Armeen bewahren. Die Schriften werden den lokalen Dharmapalas [Schützer der Lehre] befehlen, heilige Männer zu retten, eine fremde Armee aufzuhalten und in der Zukunft die rebellischen bösen Gruppen zu besiegen.

Der Finder dieser Schätze kommt zu gegebener Zeit in den Besitz der Schlüssel zur Khen Provinz die es ihm erlauben werden, die Tore des Ortes zu öffnen und das Land einzunehmen.

Viele Jahre später ordnete der fünfte Dalai Lama an, dass der Ort der Wohnsitz von Mahavidyadhar Pema Lingpa das Reich der Jünger sein sollte. Die Schüler des Nirmanakaya [Tulku] sollten den heiligen Ort vor dem Gipfel des Berges innerhalb des Gebietes der Grenze unterhalb von Mon zur Basis ihrer religiösen Erziehung machen.

Dazu sollte eine edle Person gefunden werden, die fähig ist, mit äußerster Hingabe der buddhistischen Religion zu dienen. Die Einhaltung der Regeln des Dharma würden diesen Ort schützen und die Zukunft der Einheimischen sichern. Es sollen weder Steuern noch Pachten für das Land erhoben werden.

Ein Kloster soll errichtet werden um guten Schülern die Möglichkeit zu geben, die Religion zu praktizieren. Wer an diesem Ort leben darf trägt zum Aufbau einer Sangha [Gemeinschaft der Gläubigen] bei. Er hat den Anordnungen seiner Lehrer zu folgen und die Objekte des Klosters zu ehren. Anderenfalls besteht für ihn die Gefahr, von den Dharmapalas schwer bestraft zu werden

Am glückverheißenden Tag des achten Monats des Wasser Schlangen Jahres aus dem unterirdischen Bau von Jannu Bayul [geheimer Ort]