Dharmapala Thangka CentreTibetische Antiquitäten


Altes tibetisches Dokument

Mit rotem Siegelabdruck

Gesamtansicht des Dokuments mit 21 Reihen Text Detail 1 mit Siegelabdruck Detail 2 Detail 3 Detail 4 mit gefaltetem Dokument - 1 Detail 5 mit gefaltetem Doklument - 2

Dieses alte großformatige tibetische Dokument wurde auf Papier mit schwarzer Tinte geschrieben. Die verwendete Schrift heißt »Tsugtung«, das ist die tibetische Schreibschrift, die z.B. für Briefe, offizielle Schreiben und handschriftiche Notizen verwendet wird.

Die Authentizität des Dokuments wurde am unteren Ende mit dem roten Siegelabdruck bestätigt. Zum Aufbewahrung wurde das Papier mehrfach gefaltet [siehe die beiden letzten Details].

Holz war im historischen Tibet ein kostbares Material. Tibetisches Papier wurde u.a. auch deshalb auf Pflanzenbasis hergestellt. Das hatte auch den Vorteil, dass durch ein »biologisches Pestizit« Insektenfraß verhindert wurde. Dazu wurde die Wurzel der chinesischen Pflanze »Stellera« [Gattung der Blütenpflanzen] bei der Papierherstellung benutzt. Dadurch bekam das Papier eine gewisse Giftigkeit die Insekten abschreckte. Dieses Papier hat eine sehr lange Haltbarkeit und war leicht zu konservieren und verrottete kaum.

Aufgrund des großen Formats [62 x 52 cm] des Dokuments kann es auf dieser Seite nur verkleinert abgebildet werden. Nutzen Sie den nachstehenden Download Link für eine äußerst detaillierte Ansicht.

Fast alle Dokumente dieser Art überstanden die chinesische Besetzung seit 1950 nicht. Von den Chinesen wurden sie nicht als Wertobjekt angesehen und als Symbol des »Alten« Tibets zerstört oder bestenfalls weniger beachtet. Tibeter außerhalb von Klöstern waren fast nie im Besitz dieser Objekte. Den wenigen Mönchen denen die Flucht außer Landes gelang nahmen sie nur selten mit auf ihre Flucht. In der Kulturrevolution wurden außerdem fast alle Klöster in Tibet zerstört. Dies führte zu weiteren Verlusten dieser Artefakte. So gibt es heute nur noch ganz wenige handgeschriebene und gesiegelte Texte dieser Art. Auch auf Auktionen sucht man sie deshalb heute vergeblich.

Der Inhalt des Textes ist uns zurzeit noch unbekannt, wir bemühen uns zurzeit aber um eine Übersetzung durch einen Experten und hoffen, diese hier bald veröffentlichen zu können. Vielleicht findet sich darin auch ein Hinweis auf das Entstehungsdatum, das vermutlich im 18. oder 19. Jahrhundert gelegen haben dürfte.


Hohe Auflösung [7.3 MB, 6296 x 7644 px.]

EigenschaftWert
Maße: 62 x 52 cm
Preis: auf Anfrage
Versand: Paketversand aus Deutschland