Die Serie stellt das Leben Milarepas in zahlreichen Einzelszenen dar. Das zentrale Bild zeigt Milarepa; rundherum sind Episoden aus seinem Leben angeordnet. Die Thangkas gelten als außergewöhnlich gut erhalten und kunsthistorisch bedeutend.
Der schwedische Geograph, Entdecker, Reiseschriftsteller und Kartograph Sven Hedin gehörte zur der großen Chinesisch-Schwedischen Expedition von 1927 - 1935 die durch weite Teile Zentral Asiens und China führte. Die Hedin-Expedition erwarb die Serie von 19 Milarepa-Thangkas im Jahre 1930 in Beijing. Die chinesische Hauptstadt war aber nicht ihr ursprünglicher Herstellungs- oder Herkunftsort
Der eigentlichen Ursprung der Thangkas ist nicht eindeutig. Die österreichisch-schwedische Tibetologin Toni Schmid ordnete die Thangkas in ihrer Untersuchung Nepal als ihrem Ursprungsland zu. Der bedeutende Tibetologe Giuseppe Tucci lokalisierte sie im nordöstlichen Tibet. Neuere kunsthistorische Vergleiche bei Himalayan Art Resources sehen stilistische Verbindungen zu Kham/Lhatok
Es gibt zwei zusammengehörige, aber nicht identische Serien von Milarepa-Lebensthankas. Neben der hier beschriebend Serie der 19 Thangkas der Hedin-Sammlung in Stockholm gibt es noch eine ältere im Kloster Hemis [Ladakh - West Indien]. Vermutlich diente diese als Vorlage für die 1930 in Beijing erworbene Sammlung.
| Milarepa Thangkas im Stockholmer Ethnography Museum |
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