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15.26 Sherab Chamma [1]

Die liebende Weisheitsmutter

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Die liebende Weisheitsmutter Sherab Chamma , im tibetischen auch Thugje Chamma oder "shes rab byams ma" genannt [die "liebende Mutter des Mitgefühls"], wird in der Yungdrung Tradition des Bon als Gyalyum (rgyal yum), die Mutter aller Buddhas, bezeichnet. Sie ist die Vollkommenheit der Weisheit. In der budd. Tradition Indiens ist Chamma als Prainaparamita und als Tara, die "Befreierin", bekannt.

In den Bon-Quellen werden fünf Arten von Prajnaparamita unterschieden, die in 360 Bänden abgefasst sind. Sie wurden von dem berühmten Schatzfinder Terton Shenchen Luga (996 - 1035) in Dritsam Thakar in der Provinz Tsang aufgefunden. Das Tantra der Chamma, wurde von Trotsan Druglha (956 - 1077) wiederentdeckt.

Im Bon Pantheon ist Chamma unter den "Vier Haupt Sugatas" gereiht, die für die spirituelle Entwicklung der Menschen verantwortlich zeichnen. Sie sind auch als die "vier friedvollen Gottheiten" bekannt. Diese sind:

Als der karmische Wind über das Weltenmeer blies, entstand eine Blase in der Größe eines Pavillons auf der Wasseroberfläche. Darin befand sich ein Ei aus blauem Licht. Als das Ei aufbarst, erschien eine blaue Türkisfrau, die mit ihrer strahlenden Schönheit den Schöpfergott Sangpo Bumtri so betörte, dass er sie "Königin des Wassers" nannte und sich mit ihr verband. Der Kult der Göttin breitete sich von den Grenzen Chinas bis in den Nahen Osten und das Mittelmeer aus, wo sie zur Zeit der Griechen und Römer als Ishtar, Isis, Aphrodite und Urania in Erscheinung trat.

Zahlreich ist die Literatur zur Chamma in den Bon Quellen. Im dritten Band des bKa' 'gyur rgyud sde'i skor findet sich ausreichendes Sadhana-Material zur Großen Mutter Cyum chen mo. Darin wird ihr grundlegendes Mandala beschrieben. Denn sie erscheint entweder in fünffacher Form, oder - wie die buddhistische Tara - in achtfacher Form, wobei jede einzelne eine bestimmte Gefahr abzuwenden vermag.

Auf diesem Rollbild erscheint die "liebende Weisheitsmutter" im fünffachen Mandala. Im Zentrum befindet sich die große Chamma, "die Mutter, die die Erleuchteten der drei Zeiten erschafft, aus dem Mandala des höchsten Jina: Sie steht in Tanzpose auf einer Mondscheibe, die aufrecht auf einem Sonnenmandala erscheint. Darunter befindet sich ein blauer Lotos auf einem von Löwen gestützten Thron. Ihre Körper strahlt in rotgoldenem Licht und ist mit kostbaren Juwelen geschmückt.

Auf dem Kopf trägt sie ein mit Schädeln und Edelsteinen verziertes Diadem, das zu einem Knoten aufgebundene Haar wird von einem goldenen Netz gehalten. Ihr Gewand besteht aus farbigen Röcken und grünen Schleiern. In der linken Hand hält sie einen Lotosstengel, in dessen Blüte ein Zauberspiegel ruht. In der rechten Hand führt sie eine goldene Vase zum Herzen.

In den vier Ecken des Bildes erscheinen die vier Begleiterinnen ihres Mandalas:

Alle vier Göttinnen sind zweiköpfig und achtarmig dargestellt.

Darüber erscheint als zentrale Gottheit der Muttertantras der "Letztendliche, höchst geheime der Muttertantras", auch gSang mchog rgyalpo, "der höchstgeheime König" genannt. Als Meditationsgottheit erscheint er in dunkelblauer Körperfarbe mit sechzehn Armen und sieben Köpfen. Jede seiner sechzehn Hände hält ein Kapala gefüllt mit Blut und einem frischen Herzen. Ein großes Flügelpaar schmückt seinen Rücken. Er umarmt seine Gefährtin Kyema Marmo, die von roter Körperfarbe ist.

Quelle: Dr. Andrea Loseries-Leick, Thangka Kalender 2000, Juni, Windpferd Verlag, Aitrang, Deutschland

Farbige Version


EigenschaftWert
Maße: 45 x 62 cm
Preis: auf Anfrage
Versand: Paketversand aus Nepal oder Deutschland
Farbe: Schwarzgrund Version
Material: Natürliche Mineral Farben