Dharmapala Thangka CentreSchool of Thangka Painting


2.53 Alchi Tara [2]

Wand Malerei im Alchi Kloster - Ladakh

Gesamtansicht Sechsarmige Grüne Tara Detail der sechsarmigen Grüne Tara Historischer Buddha Shakyamuni Vasudara Zwei edle Stifter Vasudara Ein auf einem bärtigen Greifen [= Vyala] reitender Kalavinka fächelt Tara mit Fächern Luft zu Links der gelbe Ratnasambhava, rechts daneben der blaue Akshobhya und rechts darüber zwei Fanfaren blasende Begleiter Oben Garuda darunter Amogasiddhi Links zwei Fanfaren blasende Begleiter, in der Mitte der rote Amitabha und rechts daneben der weiße Vairocana Ein auf einem bärtigen Greifen [= Vyala] reitender Kalavinka fächelt Tara mit Fächern Luft zu Stifter [männlich und weiblich] Detail 13: Vasudara Detail 14: Stupa des Abstiegs aus dem Himmel Untergeordnete Tara Manifestation Zwei Tara verehrende Frauen Fünf Amitabha Buddhas Oben 3 Amitabhas und 1 weißer Garuda, darunter von links Akshobyha, Amogasiddhi, Amitabha und  Vairocana

Das Original dieses einmaligen Thangkas ist ein Wandbild aus dem 11. Jahrhundert im Kloster Alchi in Ladakh im indischen West Himalaya. Es findet sich an der linken Wand der linken Nische im Erdgeschoß des Sumtsek Tempels des Klosters.

Die meisten Fachleute interpretieren die grüne Gottheit im Zentrum als »sechsarmige Grüne Tara«. In der tibetischen Ikonographie gibt es aber keine sechsarmige Tara. Andere Interpretationen sprechen von einer Darstellung von »Vasudara«. Diese hat aber keine grüne sondern stets eine gelbe Körperfarbe.

Die ikonographischen Handbücher des tibetischen Buddhismus kennen zahlreiche Erscheinungsformen der Tara. Wegen der Embleme könnte hier die »aus Schwierigkeiten helfende« [»Durgottarini«] Tara gemeint sein.

Im Mittelfeld erscheint auf weißer Mondscheibe die sechsarmige grüne Göttin Tara, die »Retterin«, zwischen den kleinen Figuren eines gelbgewandeten Mönches und einer Königin unten. Dass eine Kultszene dargestellt ist, geht aus den unter dem Kreis stehenden Geräten, wie Muscheltrompeten und Opfergaben sowie dem Grundriß eines mandala-artigen Altars hervor.

Als Attribut hält Tara in ihren Händen ein Buch [»Pustaka«], einen speerartigen Haken [»Ankusha«], einen Rosenkranz [»Akshamala«] und ihr eigentliches Emblem, die blaue Lotusblüte [»Utpala«].

Neben dem Mittelfeld sind vier Vasudara Abbildungen zu sehenm. Die zentrale Göttin erscheint vor einem Thronaufbau, in dessen Rankenwerk oben die fünf Tathagata Buddhas zu sehen sind. In der Mitte ist der grüne Amoghasiddhi als der geistige »Herr« der Familie von Gottheiten, der auch Tara angehört, abgebildet.

Quelle: »Alchi - Buddhas - Göttinnen - Mandalas, Wandmalerei in einem Himalaya Kloster«, Roger Goepper [Text], Barbara Lutterbeck und Jaroslav Poncar [Fotos], Du Mont Verlag, 1982.


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Maße: 90 x 110 cm
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Material: Natürliche Mineral Farben
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