Dharmapala Thangka CentreSchool of Thangka Painting


4.41 Manjushri & Maitreya

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Antikes Originalbild:
Zentralregionen, Tibet; wahrscheinlich Tsang - Mitte des 16. Jh.
Thangka; Gouache auf Baumwolle - 80 x 68,5 cm

Manjushri und Maitreya im Gespräch war eines der Lieblingsthemen Atishas, des indischen Meisters, der Mitte des 11. Jh. nach Tibet kam und dessen wichtigster Schüler Dromtön, Gründer der Kadam-Schule, wurde. Dromtön wurde posthum als erste Inkarnation des Dalai Lama in Tibet geehrt. Manjushri und Maitreya repräsentieren die Sichtweise der grundlegenden Weisheit sowie die großartigen mitgefühlsbedingten Taten, die den Weg zur Erleuchtung bilden.

Die zwei Bodhisattvas sitzen in diesem Gemälde auf vorzüglich gearbeiteten lacküberzogenen Stühlen und sind von zahllosen kleinen Figuren umgeben. Ihre eleganten weißen Körper beugen sich etwas aufeinander zu und bilden einen Kontrast zu den gedeckten Tönen der Gewänder und der vorherrschend dunklen Atmosphäre, in der sie fast dahinzuschweben scheinen. Entlang der mittleren Vertikalachse sitzen - von oben angefangen - Buddha Shakyamuni und, neben ihm sowie im Halbkreis unter ihm, die berühmte Gruppe der indischen Meister, bekannt unter dem Namen »die Sechs Zierden und die Zwei Hervorragenden« . Unter ihnen befinden sich auch Nagarjuna und Asanga direkt neben Shakyamuni.

Je ein Paar tibetischer Lamas sitzt in den oberen Ecken. Mitten im Zentrum der Komposition ist ein winziger weißer Padmapani Avalokiteshvara erkennbar - mit einem Fuß in der königlichen Sitzhaltung der Entspannung [rajalilasana], die andeutet, daß er der inspirierte Verfechter des Sutra der Vollkommenen Weisheit des Herzens ist. In der linken unteren Ecke befindet sich ein Stiftermönch, daneben vier Schutzgottheiten: eine Grüne Tara, ein stehender Vaishravana, ein sitzender Jambhala und ein stehender vierarmiger Mahakala. [*]

Die Kleidung der beiden zentralen Bodhisattvas ist locker und in fließend chinesischem Stil gehalten; ihr Dekor ist sehr elegant. Der Ming-zeitliche Stil - erkennbar an der Kleidung, den Stühlen und der überwiegend dunklen Farbgebung - deutet eine Verwandtschaft mit dem Khyenri-Stil an. Dieser charakterisiert sich durch eine schwärmerische Freiheit der Linienführung und gedämpfte, dunkle Farben, wie sie z.B. sichtbar werden in den Wandmalereien des Klosters Gongkar Chöde, die Jamyang Khyentse Wangchuk [Begründer des Khyenri-Stils] ausführte.

Auch die Form der Mandorla, die sich in diesem Thangka durch ihre großen zickzackförmigen Goldlinien auszeichnet, unterscheidet sich von den zarten, in engem Abstand gezeichneten Goldlinien des [ca.] späteren 16. Jh.

[*] Im vorliegenden Bild modifiziert zu einer Laiendarstellung
Quelle: Weisheit und Leibe - 1000 Jahre Kunst des tibetischen Buddhismus
Marylin M. Rhie und Robert A.F. Thurman
Nr. 176 - Seite 423


EigenschaftWert
Maße: 45.0 x 52.5 cm
Preis: auf Anfrage
Versand: Paketversand aus Nepal oder Deutschland
Farbe: Farbige Version
Material: Natürliche Steinfarben