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4.39 Samantabhadra [2]

Zufluchtsbaum

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In den tantrischen Traditionen des Buddhismus, wie der Nyingma- und der Kagyü-Schule, gilt Samantabhadra nicht nur als Bodhisattva, sondern zusätzlich auch als Adibuddha.

Im Tibetischen Totenbuch wird er als jener Buddha beschrieben, der Verstorbenen während ihrer Wanderung durch das Zwischenreich erscheint, um sie aus ihren noch vorhandenen karmischen Bindungen zu befreien und an ihre ursprüngliche Herkunft und Bestimmung zu erinnern.

Samantabhadra ist von verschiedenen Gottheiten und Lamas der Drigung Kagyu Line umgeben - Zufluchtsbaum [Tib.: tsog shing]. Der Zufluchtsbaum ist eine Form der inneren Zuflucht, den Tibeter während jeder Stufe ihrer Meditation nehmen.

Samantabhadra [chinesisch: "P'u-hsien", jap.: "Fugen", tib.: ཀུན་ཏུ་བཟང་པོ། "Kun tu bzang po"] bedeutet wörtlich "Der Allumfassend Gute" oder "Der Ringsum Segensreiche". Er ist einer der bedeutendsten Bodhisattvas des Mahayana-Buddhismus. Er wird als Schützer all jener, die die Lehre darlegen, verehrt und verkörpert die "Weisheit der Wesensgleichheit", d. h. das Begreifen der Einheit von Gleichheit und Verschiedenheit. Er verkörpert gleichzeitig die Güte und nimmt er einen zentralen Platz in den Meditationen der Nyingma-Schule ein.

Der tiefblaue Adibuddha Samantabhadra [Universelle Güte] und seine strahlend weiße Weisheitsgefährtin Samantabhadri repräsentieren zusammen die glückselige Essenz des Wahrheitskörpers aller Buddhas, die tiefgründigste, letztendliche Wirklichkeit des Universums, die unwissentlich von allen Lebewesen erfahren, aber nur den Erleuchteten bewußt wird

Sein nackter Körper symbolisiert die Leere [Shunyata], und ikonographisch wird er in Vereinigung [Yab-Yum] mit seiner weißen Gefährtin Samantabhadri [tibetisch: "Kun tu bzang mo"], dargestellt. Beide Gestalten sind als Zeichen dafür, daß sie allem Sicht- und Wandelbaren entrückt sind, ohne Schmuck und Kleidung dargestellt. Seine Farbe gleicht dem farblosen nächtliche Himmel und das fast strahlende Weiß seiner Partnerin ähnelt dem Licht der Sonne. Samantabhadra ist auf diesen Darstellungen stets in tiefe Meditation versunken, während Kunto Zangmo ihn mit ihren Armen und Beinen umschlungen hält. Diese Vereinigung ist Sinnbild für ein ewiges kosmisches Geschehen, für das Hervortreten des Reiches der Formen und Erscheinungen aus der ursprünglichen Leerheit. So gilt Kunto Zangmo auch als "alle Buddhas der Drei Zeiten erschaffende Mutter."

Samantabhadra ist außerdem die Buddhagestalt, die im "Tibetischen Totenbuch" [Bardo Thodöl], als derjenige beschrieben wird, der an der Spitze aller friedvollem Gottheiten dem Verstorbenen auf seiner gefahrvollen Wanderung im Zwischenreich des Bardo visionär erscheint, um ihn aus allen noch vorhandenen karmischen Verstrickungen zu befreien und ihn an seine ursprüngliche Herkunft und Bestimmung zu erinnern.Samantabhadra ist dem Dhyani Buddha Vairochana zugeordnet. Seine Symbole sind das alle Wünsche erfüllende Juwel und der Lotos oder aber eine Buchrolle mit dem Text seines Meditations-Sutra.

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Altes Original Bild
Himalayan Art Resources: Tibet -1600-1699 - Drigung [Kagyu] Linie - 69.85 x 53.34 cm | 27.50 x 21 "
Sammlung des Rubin Museum of Art, New York, USA

Goldgrund Version


EigenschaftWert
Maße: 53 x 70 cm
Preis: auf Anfrage
Versand: Paketversand aus Nepal oder Deutschland
Farbe: Farbige Version
Material: Natürliche Steinfarben