15.20 Tseringma
[Tibetan: ta shi tse ring ma che nga]

30.6 x 10.6 inches | 76.5 x 53.0 cm

The Himalayan goddess Tseringma [Auspicious Lady of Long Life] and her four sisters represent the formidable spiritual power held in the towering peaks of that range.

In the eighth century, the Great Adept Padma Sambhava was said to have tamed them to the extent of demonstrating for them the supremacy of the Buddha Dharma, its teaching of wisdom and love holding the spiritual key to the evolutionary purpose of divine as well as human life.

By the eleventh century, the great yogi Milarepa was confronted by them once again, as they put him to the test of his principles to see whether he was motivated by wisdom and altruism or by selfish ambition.

When he finally responded to their aggressive attacks by offering his own body as a sacrifice to nourish them, they were persuaded of his authenticity and renewed their pledge to protect the Dharma and its practitioners.

In this beautiful black Thangka, the powerful Tseringma appears holding a vajra and the long-life vase and riding a blue-eyed lion with red and gold mane and tail.

She sweeps across clouds and mountains, a halo with spokes like an umbrella framing her upper body. Above appear Padma Sambhava, Milarepa in the center, and a dancing Vajrayogini.

Below are depicted her four sisters, each riding a different animal and holding their offerings to Milarepa. Clockwise from the lower left they are: 
Tingeyalzunma [Fair Lady of the Blue Face] riding a wild ass.
Miyo Longzunma [Immutable Fair Lady of Heaven] riding a tiger.
Jeuben Drinzunma [Crowned Lady of Good Voice] riding a deer.
Degar Drozunma [Fair Lady of Virtue and Action] riding a dragon and holding a snake and a bundle of shrubs, possibly as the offering for increasing livestock.

Die Himalaya-Göttin Tseringma, die Glückverheißende Herrin des Langen Lebens, und ihre vier Schwestern repräsentieren die furchterregende spirituelle Kraft der hohen Gipfel dieser Bergkette. Es wird berichtet, dass der grosse Meister Padmasambhava dieselben im 8. Jh. zähmte, indem er ihnen die Überlegenheit des buddhistischen Dharma und die Lehren der Weisheit und Liebe als Schlüssel zur spirituellen Entwicklung für das göttliche und das menschliche Leben vermittelte.

Im 11. Jh. kam es noch einmal zu einer Konfrontation, dieses Mal zwischen dem großen Yogi Milarepa und den Göttinnen, die überprüfen wollten, ob dessen Motivation tatsächlich von den Prinzipien der Weisheit und des Altruismus oder aber von egoistischen Absichten bestimmt sei.

Er antwortete auf ihre aggressiven Herausforderungen, indem er ihnen schließlich seinen eigenen Körper als Opfer darbot, um ihren Hunger zu stillen. Dies überzeugte sie von seiner Aufrichtigkeit, und sie erneuerten ihren Eid, den Dharma und seine Anhänger beschützen zu wollen.

Auf diesem wunderschönen Schwarzgrund-Thangka erscheint die kraftvolle Tseringma mit einem Vajra und einer Vase mit dem Elixier der Unsterblichkeit in den Händen. Sie reitet auf einem blauäugigen Löwen, dessen Mähne und Schwanz rotgolden sind. Sie schwebt über Wolken und Bergen. Ihren Oberkörper umrahmt eine Mandorla, die mit an Strahlen erinnernden Linien versehen ist. Über ihr erscheinen Padmasambhava, in der Mitte Milarepa und eine tanzende Vajrayogini. Unten sind die vier Schwestern Tashi Tseringmas dargestellt, die auf unterschiedlichen Tieren reiten und Opfer in Händen halten, die sie einst Milarepa gaben. Von unten links im Uhrzeigersinn:
Tinghi Shalzangma, die Schöne Blaugesichtige Dame, die auf einem Wildesel reitet und einen Spiegel und ein Banner als Opfer darbringt.
Miyo Langzangma, die Unveränderliche Schöne Dame des Himmels, die auf einem Tiger reitet.
Chöpen Dinzangma, die Gekrönte Dame mit der schönen Stimme, die auf einem Hirsch reitet.
Täkar Dozangma, die Schöne Dame der Tugend und Aktivität, die einen Drachen reitet.


Source:  "Wisdom and compassion The sacred art of Tibet from Marylin M. Rhie and Robert A. F. Thurman  in association with Harry N. Abrahams, Inc., Publisher", Page 454

Quelle: Katalog zur Ausstellung "Weisheit und Liebe - 1000 Jahre Kunst des tibetischen Buddhismus von Marylin M. Rhie and Robert A. F. Thurman", Seite 454
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